Die musikalischen Harmonik und Exotik Gauguins und die explosionsartige Ausdrucksgewalt von van Gogh, dessen Werk erst mit dem Frühexpressionismus Anerkennung fand, ist nicht zu verwechseln mit dem Spätwerk von Claude Monet. Der Altmeister des französischen Impressionismus hatte in Giverny serienweise Seerosenbilder und Gartenstücke (Abb. gemalt und hierbei zu einem ähnlich vehementen Malstil gefunden.

Claude Monet, 1840-1926
Nymphéas, um 1920
Öl auf Leinwand, 100 x 300 cm
Paris, Musée Marmottan

Aus fließenden Farbrinnsalen entsteht ein feines Gewebe von Farbtönen, die rahmen- und perspektivlos einen Ausschnitt aus der Fülle der Natur erfassen. Für die Lyrische Abstraktion der Nachkriegsmalerei sollte diese Auffassung von großem Einfluß werden. Monets Ausdruckswerte fußen jedoch nicht wie bei van Gogh auf Leidenschaft und überhöhender Symbolik. Sie unterliegen immer noch dem Lichtspiel und Zufall des impressionistischen Sehens.

Der vorstehende Artikel ist ein Beitrag aus dem Buch

Die Malerei des 20.Jahrhunderts“

von Gottlieb Leinz, das auch die hier gezeigten Bilder beinhaltet.

In diesem digitalen Werk begegnen Ihnen die Väter der Moderne von Gauguin bis Munch ebenso wie die fauvistischen Künstler um Matisse in Paris. Sie erleben den Werdegang der Künstlergemeinschaften „Bücke“ und „Blaue Reiter“ und den unabhängigen Expressionisten um Kokoschka, Schiele und Corinth sowie mit Picassos den Beginn des Kubismus, die zeitgenössische Malerei, den Dadaismus, Surrealismus, Konstruktivismus, Dadaismus, Pop Art, Fotorealismus, die Kunst von Joseph Beuys und die Malerei der Neuen Wilden.

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