Dieser Beitrag wird im Gedenken an den 65. Todestag der bedeutenden südamerikanischen Malerin, Frida Kahlo, am 13.07.2019, veröffentlicht, deren Leben und Werk allzu lange im Schatten ihres dominierenden Mannes, Diego Rivera, stand. 

Frida Kahlo de Rivera wurde am 6.Juli 1907 als Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón in Coyoacán, Mexico-Stadt, geboren. Sie verstarb dort am 13.Juli 1954  Ihr Vater, Wilhelm Kahlo, war ein deutscher Fotograf, der nach Mexiko ausgewandert ist.

Frida Kahlo wird als Vertreterin eines volkstümlichen Surrealismus mit Elementen der Neuen Sachlichkeit gesehen. Eine Zuschreibung jedoch, die sie selber zu Lebzeiten strikt ablehnte. In ihren naiv gemalten Traumvisionen fand sie eine symbolische Darstellungsform für ihre persönlichen, oft leidvollen Erfahrungen, die von langer Krankheit, dauernden Ehekrisen und häufigen Affären gezeichnet waren.

Der mexikanische Staat hat ihre 145 Werke – wovon 55 Selbstbildnisse – inzwischen zum „Nationalen Kulturgut“ erklärt.  Nur äußerst selten kamen bisher Werke von ihr auf den Kunstmarkt.: Das bislang teuerste – das 1943 entstandene Ganzkörper-Selbstbildnis „RAICES“ – wurde 2006 bei Sotheby’s für 5,6 Mio. Dollar versteigert. Es befindet sich seitdem im Privatbesitz.

Originaltitel: „Raices“, 1943, Öl auf Leinwand,  30,5 x 499 cm, Privatbesitz

Bildhinweis: Das Foto oben zeigt die fünfundzwanzigjährige Frida Kahlo in einer Porträtaufnahme ihres Vaters, des Fotografen Wilhelm Kahlo, aus dem Jahre 1932 © akg-images

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