Am 1. Januar 2019 ist der 155. Geburtstag des amerikanischen Fotografen und Wegbereiter der modernen Kunst: Alfred Stieglitz

Mitbegründer der Gruppe „Photo Secession“, die den malerischen „Piktorialismus“ vertrag.

Kunstgeschichtlicher Beitrag

Stieglitz, Alfred, 

1.1.1864 in Hoboken, New Jersey, 13.7.1946 in New York︎, amerikanischer Fotograf, hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Fotografie und modernen Kunst in den USA und versuchte, der Fotografie zur Anerkennung als eigenständige Kunstform zu verhelfen.

1902 gründete er in New York u.a. mit Alvin Langdon Coburn und Edward Steichen die Gruppe „Photo Secession“, die den malerischen „Piktorialismus“ vertrat, der auch in der von Stieglitz herausgegebenen Zeitschrift „Camera Work“ (1903-1917) verbreitet wurde. 

Die angegliederte Galerie „291“ (1905-1917) stellte – wie Stiegltz´ spätere Galerien “Intimate Gallery“ (1925 – 1929) und „An American Place“ (1929-1946) neben piktialistischen Fotografien (u.a. von Adolf De Meyer und Gertrude Käsebier) auch europäische und amerikanische Avantgarde-Künstler und afrikanische Kunstwerke aus und machte u.a. Henri Matisse, Paul Cezanne, Auguste Rodin, Georges Braque und Constantin Bråncuśi erstmals der Öffentlichkeit bekannt. 

Mit der Förderung von Paul Strand verhalfen Stieglitz und Steichen der „Straight Photography“ zum Durchbruch.In seinen eigenen Fotografien wendete sich Stieglitz schon früh vom Piktorialismus ab und machte zahlreiche am Impressionismus orientierte Großstadtaufnahmen (The Flat Iron Building), New York, 1903); ab etwa 1905 wurden seine Arbeiten direkter (The Steerage, 1907). 

Seit den zwanziger Jahren entstanden zahlreiche Porträtstudien seiner Frau Georgia O´Keeffe sowie Aufnahmen von Wolkenbildern, die „Equivalents“ als reinster Ausdruck von seinem Verständnis des Fotos als Metapher für den Seelenzustand des Fotografen.  

Seine beutende Fotosammlung befindet sich im Metropolitan Museum of Art in New York.

Literatur: D. Norman, A.S., An American Seer, Millerton (New York) 1973. – S. Greenough u. J.Hamilton (Hg.), S.Photographs und Writings, New York 1982

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